Unikat
Jemea
Containerschiff
Das einzige Containerschiff der Flotte. Unter panamaischer Flagge trägt der schwarze Rumpf eine Ladung einzeln patinierter Container, verbeult, ausgeblichen, verrostet, gestapelt wie auf den transozeanischen Linien. Rund 450 Arbeitsstunden.

Angaben
- Art
- Containerschiff
- Maße
- L 1,96 m × l 0,28 m × H 0,55 m
- Materialien
- Holz, harzgefüllter Gips, Messing
- Patina
- Mit dem Schwamm aufgetragene Patina, jeder Container einzeln behandelt
- Herkunft der Form
- Nach einem Plan der tunesischen Reederei COTUNAV, verändert
- Entstehung
- 2020
- Arbeit
- 450 Stunden
- Auflage
- Signiertes Unikat
Die Geschichte des Werks
Eine Ladung, Stück für Stück patiniert
Mit Jemea stellt sich Olivier Maynard einer Geduldsprobe: jeder Container der Ladung wird einzeln behandelt, ausgeblichene Farben, Rostspuren, verbeulte Wände, bevor er an Deck gestapelt wird. Die Patina entsteht hier mit dem Schwamm, einer Technik, die dem Metall seine unregelmäßige, lebendige Körnung gibt.
In Mischtechnik gebaut, Holz, harzgefüllter Gips und Messing, nach einem veränderten COTUNAV-Plan, verlangte Jemea rund 450 Arbeitsstunden.
Es ist zugleich das zeitgenössischste Werk der Gruppe. Das Containerschiff ist in der maritimen Kunst nahezu abwesend, obwohl es zur Form des Welthandels selbst geworden ist, jener, die Allan Sekula oder Edward Burtynsky fotografieren. Jemea bringt es auf Augenhöhe zurück.